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  • Entenfamilie im Dorfteich
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Geschichte des Ortsteils Bahrendorf

Der Ursprung des Ortsnamens ist nicht einwandfrei erwiesen. Nach der alten Form „Bardenthorp“ weist der Name auf den

 

Eigennamen eines freien Mannes namens „Bardo“ hin, nach dem das Dorf benannt sein könnte. 973 wird Bahrendorf zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1144 erscheint es zuerst als Besitz des Klosters Berge.

 

1363 hatte Bahrendorf 16 Ritterhöfe, darunter ein Rittergut derer von Hackeborn. Dieses Rittergut gelangt 1840 an den Kaufmann Grunewald, 1872 erwarb es der Gutsbesitzer A. Reckleben, der es dann an die Gebrüder Schaeper aus Sülldorf verkaufte. Danach ging es in den Alleinbesitz des 1914 gefallenen Hans Schaeper über. Im 30-jährigen Krieg hatt auch Bahrendorf viel Leid zu ertragen. Vom 1636 an blieb der Ort elf Jahre wüst. 1682/1683 wütete die Pest und forderte 83 Tote. Der Ort war in dieser Zeit völlig von der Außenwelt abgeschnitten.

 

Anfang des 19. Jahrhunderts hatte Bahrendorf einen Edelhof und 13 Bauernhöfe. Zu dieser Zeit hatte der Ort 476 Einwohner. Danach ging es mit der Bevölkerung bis 1905 immer bergauf. In diesem Jahr hatte der Ort 1237 Einwohner. Bis 1918 bestanden in Bahrendorf eine Zuckerfabrik und eine Zichoriendarre der Firma Gebrüder Schaeper sowie eine Aktiendarre mehrerer Landwirte. Ferner waren eine Wind- und eine Wassermühle in Betrieb. Mit der Eröffnung der Eisenbahnstrecke Blumenberg – Schönebeck im Jahre 1896 erhielt der Ort und die Zuckerfabrik einen Bahnanschluss.

 

Die Kirche, dem heiligen Stephanus geweiht, muss samt dem Turm 1300 erbaut worden sein. Sehr auffallend sind die beiden Turmspitzen. Die Kirche war auch Begräbnisstatte der Familie von Hackeborn. Ein schönes Barockgrabmal eines ihrer letzten Vertreter, des 1729 verstorbenen Wolf Christian von Hackborn, ist in der Kirche zu sehen.

 

In der Mitte des 19. Jahrhunderts, als in der Börde die Zuckerrübenindustrie ihren Aufschwung nahm, wurden viele Arbeitskräfte benötigt, die in hiesigen Ortschaften nicht genügend vorhanden waren. So kamen aus arbeitsarmen Gegenden Preußens ganze Familien, um hier Arbeit zu finden, so auch nach Bahrendorf. Um eine Unterbringung zu ermöglichen, wurden Landarbeiterkasernen gebaut. Mit dieser Zuwanderung kamen auch viele Katholiken in den Ort und so entstand 1867 hier eine katholische Mission. 1867 wurde auch eine katholische Schule eingerichtet.

 

Da in den Jahren 1908 – 1912 entstandene Schloss der Familie Schaeper wurde von 1945 bis Ende 2002 als Krankenhaus genutzt. Die prächtige neobarocke Dreiflügelanlage wurde von dem bekannten Architekten Professor Paul Schulze-Naumburg erbaut. In Bahrendorf selbst sind heute noch zahlreiche Hofanlagen und Villen zu finden, die Zeugnis über die Ortsgeschichte ablegen und teilweise denkmalgeschützt sind. Eine Figur des „Männeken Piss“ steht seit über vierzig Jahren in der Ringstraße. Es ist als ein Bahrendorfer Wahrzeichen anzusehen. Der Ort führt kein eigenes genehmigtes Wappen.

 

Bahrendorf wurde am 01. April 2001 eine Ortsteil der neuen Einheitsgemeinde Sülzetal.

 

»Männecken Piß« in Bahrendorf

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