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  • Entenfamilie im Dorfteich
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Geschichte des Ortsteils Dodendorf

Die Kunde von Dodendorf reicht bis ins 10. Jahrhundert zurück. Der Ort, der 973 erstmals urkundlich erwähnt wird, gehörte zum Bistum Fulda.

Durch einen Gütertausch unter Otto I. mit dem Bistum Fulda kam der Ort dann zum Erzbistum Magdeburg. Dutonthorp war damals die Form des Namens, der sich dann in Duddendorp und zuletzt Dodendorf weiter entwickelt hat.

 

Im Jahr 1443 ging das ganze Dorf in den Besitz des Klosters Berge über. Dieses Kloster, das allmählich zu den reichsten Klöstern zählte, hatte nicht weniger als 70 Dörfer und Ortschaften in seinen Besitz, darunter auch Osterweddingen, Altenweddingen, Bahrendorf und Stemmern. Eine selbständige Kirchengemeinde wurde Dodendorf erst im Jahre 1460. Vorher war sie eine Tochtergemeinde von Osterweddingen. Der formlose Westquerturm der Kirche mit dem alten Satteldach stammt unberührt aus romanischer Zeit. Das Kirchenschiff ist höchstwahrscheinlich Ende des 17. Jahrhunderts auf älterer Grundlage erneuert und erweitert worden.

 

Auf dem Bäumen bewachsenem hügligem Gelände zwischen Dodendorf und Sülldorf lag einst der Ort Billingsdorf. Der Ort war eine selbständige Kirchengemeinde und muss zwischen 1440 und 1460 wüst geworden sein. Die Äcker dieser Gemeinde fielen an Dodendorf, Osterweddingen und Sülldorf. Billingsdorf war ein freies Eigentum der Ballendstedter Grafen.

 

Durch die große Nähe zu Magdeburg ist der 30-jährige Krieg auch in Dodendorf verhängnisvoll gewesen. Es kann nicht viel darüber berichtet werden, da die Kirchenbücher bei dem großen Brand im Jahr 1760 den Flammen zum Opfer fielen. Die im Jahr 1607 in Osterweddingen ausgebrochene Pest hat wohl auch Dodendorf nicht verschont. Auch der Siebenjährige Krieg (1756 – 1763) ging an Dodendorf nicht spurlos vorüber.

 

Einen ehrenvollen Platz in der Geschichte Preußens hat Dodendorf durch die Tat des Majors Schill am 05. Mai 1809 erhalten. Eine kleine Schar Preußen wagte es, sich der französichen Besatzungsmacht zum Kampf zu stellen. Dieses Ereignis in Dodendorf war mit das erste Signal des Beginns des Freiheitskampfes Preußens. Zum 50. Wiederkehr des Gefechtes am 05. Mai 1859 wurde ein schlichtes Denkmal eingeweiht. Es erinnert an die bei diesem Gefecht gefallenen 21 preußischen Soldaten.

 

Im Jahr 1843 erfolgte der Neubau der Eisenbahnstrecke Magdeburg – Halberstadt. Damit erhielt Dodendorf einen Bahnanschluss und es begann eine Umwandlung des Ortes von einem Bauern- in ein Industriedorf. Viele ehemalige Landarbeiter fuhren nun nach Magdeburg und arbeiteten dort in den ab Mitte des 19. Jahrhunderts aufgekommenen Fabriken. Eine eigene gewerbliche Entwicklung vollzog sich im Bereich des Bahnhofs von Dodendorf, wo sich aus einer ehemaligen Fabrik für chemische Produkte ein Kunststoffwerk entwickelte.

 

Ab 1994 gehörte Dodendorf zur Verwaltungsgemeinschaft Sülzetal und seit dem 01. April 2001 ist der Ort ein Teil der neuen Einheitsgemeinde Sülzetal. Dodendorf hat ein erschlossenes Gewerbegebiet an der Landstraße 50. Seine Nähe zu Magdeburg erhöhte auch die Nachfrage nach Wohnbauland und so entstand am Südwestrand des Ortes ein großes Wohngebiet.

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