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  • Entenfamilie im Dorfteich
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Geschichte des Ortsteils Langenweddingen

Uuesteruuattige 946, magnum Weddinge, Groten- (westen-) weddinghe, Wedinge, Widdingen, bis ins 16. Jahrhundert überwiegend magna, maior oder Großweddingen. 937 wurde der Ort durch Otto I. dem Moritzkloster geschenkt, ab 1563 zum Amte Hadmersleben gehörend. Außer dem weit verzweigten Geschlecht "de Weddinge“ waren 1363 noch zwei Ritter und 15 Bauern im Ort ansässig. 1467 waren auch die Herren von Wellen in Großweddingen reich begütert. Später haben diese ihre Besitzungen im Ort auf Pacht ausgebaut. 1864 werden noch einige Äcker als ehemals Wellische“ bezeichnet. Diese waren auch steuerfrei, weil sie zu einem Rittergut gehörten. Die Dorfgeschichte müsste ein ungewöhnlich reiches Bild geben, dabei ist nicht zu verkennen, dass seit dem 13. Jahrhundert die Entwicklung auf städtische Zustände ausgerichtet war. Langenweddingen war wenigstens seit Mitte des 14. Jahrhunderts durch 5 Tore geschützt, das Kirchentor, Das Kreipsche Tor, Wolfschart- und Steintor sowie das Slensche Tor.

 

Wir finden weiter im Mittelalter nicht weniger als drei Kirchen, die Georgskirche, jetzt Dorfkirche, die Stephanskirche bis ins 12. Jahrhundert und die des Dorfes Schleningen. Die St. Georgskicht ist unter Einbeziehung des Westquerturms (um 1200) im Jahr 1703 neu erbaut. 1563 ist sie schon die einzige Kirche im Ort. Die 3 Ortschaften Weddingen, Kreipe und Schleningen, die ursprünglich getrennte Ortschaften waren, sind in Langenweddingen aufgegangen.

 

Langenweddingen war 1563 das größte Dorf im Magdeburger Land. Es hatte damals 104 Hauswirte. Das Schicksal des Ortes während des 30-jährigen Krieges war sehr mannigfaltig gewesen. Die Kirchenbücher geben erst seit dem Jahr 1640 darüber Auskunft, als das Schlimmste vorüber war. So zogen es die Einwohner 1641 vor, zur Sicherheit nach Wanzleben und Magdeburg zu gehen. 1684 zählte der Ort 108 Hauswirte und 10 wüste Kossatenhöfe.

 

Am 05. Mai 1809 lagerte in Langenweddingen nach dem Gefecht bei Dodendorf Major Schill auf dem Anger. Hundert Jahre später, am 06. Juni 1909, wurde feierlich auf dem Festplatz das Schilldenkmal eingeweiht. In der Zeit der französischen Besatzung wurde Langenweddingen 1807 Kantonsort (Kreisort) des Elbdepartments des Distrikts Magdeburg. Im Jahr 1840 zählte der Ort 1454 Einwohner mit 175 Wohnhäusern, 15 Ackerhöfen, 48 Kossaten, 80 Häuslern und 131 Einliegern.

 

Bis zum 19. Jahrhundert war Langenweddingen landwirtschaftlich geprägt und als damit verbundene Industrie waren zwei Zichoriendarren, eine Darre und eine Zuckerfabrik in Betrieb. Es gab 5 Wind- und Wassermühlen, die Meiersche, die Mittel-, die Kirchen-, die Plat- und die Amtsmühle. Aus dem alten Kalkwerk auf dem Osterberge entstand eine Keksfabrik, nach 1945 Konservenfabrik. Von den ehemaligen Bauernhöfen sind heute noch zahlreiche als Zeugen der Vergangenheit erhalten. Ihre Größe und Ausstattung zeigt den Reichtum des Bauern des im 19. Jahrhundert bis hin zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

 

Durch die günstige Lage zur Landeshauptstadt hat Langenweddingen die Voraussetzung, sich zu einem modernen Wohnort zu entwickeln. Neue Wohnsiedlungen und ein Gewerbegebiet haben einiges dazu beigetragen. Für Naturfreunde laden die zwischen Langenweddingen und Sülldorf liegenden Steinbrüche zu einer Wanderung ein. Mitte der Gemeindezusammenlegung am 01. April 2001 ist Langenweddingen ein Ortsteil der neuen Einheitsgemeinde Sülzetal.

Bürgerhaus Langenweddingen

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