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  • Entenfamilie im Dorfteich
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Geschichte des Ortsteils Schwaneberg

Im Jahr 939 wurde der Ort durch Otto I. dem Moritzkloster geschenkt. Später macht hier das Kloster Berge bedeutende Erwerbungen. Nach 1648 kam der Ort zum Amte Egeln. Die Entwicklung des Ortsnamens lässt sich so verfolgen: Suanuburgon 939, Suaneberg 1144, Svaneberge 1176.

 

Die Kirche St. Lamberti gehörte einem hier wohnenden Adelsgeschlecht, kam aber 1273 an das Kloster Berge. Der Quadratische Westturm stammt aus dem 12. Jahrhundert. Seine Helmspitze ist 1901 verändert worden. Das Kirchenschiff selbst wurde 1740 völlig neu gebaut. Im 30-jährigen Krieg teilte Schwaneberg das gleiche Schicksal wie die anderen Orte und wurde Opfer von Brand, Raub und Zerstörung.

 

Im Jahr 1840 gab es in Schwaneberg neben der Kirche eine Schule mit Lehrer, 64 Wohnhäuser mit 469 Einwohnern, 4 Ackerhöfe, 9 Halbspännerhöfe, 17 Kossaten, 28 Häusler und 50 Einlieger. Weiter gab es einen Krug, 2 Gemeindehäuser und 2 Windmühlen. Die Gemeinde ist zu dieser Zeit eine der wohlhabendsten im Kreis Wanzleben. Die Feldmark Schwaneberg beträgt um 1840, 1.610 Morgen Ackerland, 358 Morgen Anger, 15 Morgen Wiesen und 8 Morgen Gärten.

 

Die katholische Herz-Jesu-Kirch wurde 1894 errichtet. Sie diente den vielen katholischen Fremdarbeitern, überwiegend aus dem Eichsfeld und aus Schlesien, als Gotteshaus. Zur Unterbringung dieser Familien entstanden Landarbeiterkasernen, die heute noch zu sehen sind.

 

1849 erhielt Schwaneberg eine Stärke- und Sirupfabrik, 13 Jahre später eine Zuckerfabrik. Der Anschluss an das Eisenbahnnetz erfolge durch die Bördebahn Schönebeck – Blumenberg im Jahr 1896. Nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich der Ort zu einem Spitzenreiter in der Saatgutproduktion. Staatsmänner aus dem In- und Ausland überzeugten sich davon. Im Jahr 1957 besuchten Walter Ulbricht als erster DDR-Politiker und Nikita Chrustschov als erster Staatsmann der damaligen Sowjetunion Schwaneberg. Beide waren auch anschließend in Altenweddingen.

 

Im gesamten Dorf findet man noch stattliche Bauernhöfe mit Familienwappen im Torbereich. Wer in den Frühlingsmonaten nach Schwaneberg kommt, wird von der Blütenpracht der Tulpenfelder der Firma Degenhardt begeistert sein. Eine schöne alte Tradition ist das Eiertrudeln zu Ostern auf dem „Schwaneberg“. Neben diesem Berg entstand nach 1990 ein neues Wohngebiet.

 

In der Dorfmitte von Schwaneberg steht die Bronzefigur „Mutter mit Kind“. Sie wurde von dem Bildhauer Heinrich Apel geschaffen, der in Schwaneberg geboren wurde. Eine Augenweide ist der nach dem verheerenden Wirbelsturm 2001 neu angelegte Park mit Schwanenteich.

 

Ab 1994 war Schwaneberg in der Verwaltungsgemeinschaft „Sülzetal“ verankert und ist seit dem 01. April 2001 ein Ortsteil der neuen Einheitsgemeinde Sülzetal.

 B16

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