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  • Entenfamilie im Dorfteich
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Geschichte des Ortsteils Stemmern

Der Ort wurde durch Kaiser Otto I. dem Domstift Magdeburg 973 bestätigt. Daher waren Gericht und Vogtei dem Erzbischof unterstellt. Die Namensentwicklung liest sich wie folgt: Stemmere 1144, Stembre 1178, dann Stemmern.

 

Die Kirche, unbekannten Namens, unterstand dem Patronat des Klosters Berge. Bis 1298 war sie Filial von Hilgersdorf (wüster Ort bei Bahrendorf). 1836 wurde die Kirche von einer gewaltigen Feuerbrunst heimgesucht, der auch ein großer Teil des Ortes zum Opfer fiel. 1876 erst erhielt Stemmern eine neue Kirche, von der heute neben dem Turm nur noch 2 Meter hohe Mauern stehen.

 

In Stemmern ist einst der Ort Polen aufgegangen. Polen, auch ein Bauerndorf, muss schon 1363 in Stemmern eingemeindet worden sein. Der östlich von Stemmern liegende Teich (Tränketeich) soll einmal der Dorfteich des alten Polens gewesen sein. Ein Flurteil „Kirchhof“ erinnert an den Ort. Hart an der Bundesstraße 246a, wo die Straße den „Mühlengraben“ oder „Renne“ überquert, liegt ein Gebäude, das wie eine frühere Wassermühle aussieht. Diese Gebäude war einst eine Salpeterhütte, die allem Anschein nach zur Zeit Friedrichs des Großen entstanden ist.

 

Im Jahr 1643 sitzen 5 Ritter oder Freie im Ort, darunter auch die von Hackeborn auf einem Ritterhof am Westende des Dorfes, der aber im 19. Jahrhundert zerschlagen wurde. Die Familie von Hackeborn, die mit der Geschichte des Ortes eng verbunden ist, ist nicht zu verwechseln mit dem Edelherrengeschlecht in Hakeborn am Hakel. Die Familie hatte seit dem 14. Jahrhundert bis zu ihrem Aussterben 1740 Besitzungen in Sülldorf, Stemmern, Bahrendorf und Staßfurt.

 

Von welchen weiteren Begebenheiten der Ort im Mittelalter berührt wurde, ist nicht nachvollziehbar, da Chroniken und Akten bei der genannten Feuerbrunst 1836 vernichtet wurden. Entsetzlich müssen aber die Schreckensjahre des 30-jährigen Krieges auch in Stemmern gewesen sein. 1683 war das Dorf wüst. Es sollen nur noch ganze 5 Familien in dem zerfallenen Ort gewohnt haben.

 

1680 kam Stemmern in kurbrandenburgische Verwaltung: Stemmern war ein echtes Bördedorf. Fast rundherum ist es von Bäumen umgeben. Daher macht es auch bis heute auf den Betrachter einen anheimelnden Eindruck. Ein Teil der Feldflur gehörte einst zum Rittergut der Familie Schaeper in Bahrendorf.

 

In den Anfängen der DDR-Zeit wurde Stemmern per Gesetz der Landesregierung von Sachsen-Anhalt zur Neuregelung der Kreis- und Gemeindegrenzen vom 20. Juli 1950 am 01. September 1950 nach Bahrendorf eingemeindet. Mit der Neubildung der Einheitsgemeinde Sülzetal am 01. April 2001 wurde Bahrendorf und damit auch Stemmern ein Ortsteil dieser Gemeinde. Seit dem 01. Juli 2004, hat sich Stemmern von Bahrendorf losgesagt und wieder seine Eigenständigkeit erlangt.

Evangelische Kirche Stemmern

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